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  • National Parks Madagaskar


    Namoroka Nationalpark – Stein gewordene Wellen im Nordwesten


    Einführung

    Wer den Namoroka Nationalpark betritt, fühlt sich, als wäre er in eine versteinerte Meereslandschaft geraten. Die bizarr geformten Kalksteinformationen – die berühmten Tsingy – ragen wie graue Wellen aus dem Boden, scharfkantig und geheimnisvoll. Zwischen ihnen verbergen sich Wälder, Savannen und glitzernde Wasserstellen, die dem Park ein fast surreal wirkendes Gesicht verleihen. Namoroka ist einer dieser Orte, an denen Landschaft und Stille gleichermaßen überwältigen.

    Für welche Tiere ist der Park bekannt?

    Die Tierwelt des Namoroka Nationalparks steht seiner Geologie in nichts nach. Acht Lemurenarten turnen zwischen den Bäumen, darunter der anmutige Von-der-Decken-Sifaka mit seinem schneeweißen Fell. Auch der neugierige Rote Maki ist hier zu Hause und oft in den Morgenstunden zu sehen, wenn er sich in der Sonne wärmt.

    Unter den Raubtieren ist vor allem die Fossa erwähnenswert – Madagaskars größter Beutegreifer, elegant wie eine Katze und doch in seiner Bewegungsweise ganz eigen. Reptilienliebhaber können mehr als 30 Arten entdecken, darunter schwarz-gelb gestreifte Schlangen, die nur in dieser Region vorkommen, oder die imposante Großkopfschildkröte. Auch Amphibien wie der Maskarenenfrosch oder Mantidactylus biporus finden hier in feuchten Senken ihren Lebensraum.

    Die Vogelwelt ist spektakulär: Mehr als 80 Arten wurden gezählt, von denen 70 Prozent endemisch sind. Unter ihnen finden sich so besondere Vertreter wie der Schopfibis mit seinem markanten Federkamm, der seltene Madagaskarhabicht und der farbenprächtige Gelbbauchjala, dessen Gefieder im Sonnenlicht fast metallisch schimmert. Viele Zugvögel verbringen die Trockenzeit in den sicheren Schluchten und Wäldern des Parks, was ihn zu einem Hotspot für Ornithologen macht.

    Welche Landschaft prägt den Park?

    Namoroka ist ein Mosaik aus völlig unterschiedlichen Lebensräumen, die sich oft abrupt ablösen. Die Tsingy-Formationen selbst sind das Herzstück – scharfkantige, turmartige Karstgebilde, die über Jahrtausende vom Wasser aus dem Kalkstein geschnitten wurden. Dazwischen liegen schattige Schluchten, in denen sich kleine Bäche zu natürlichen Pools sammeln – türkis und klar, wie Oasen in einer Steinwüste.

    Unterhalb der Tsingy erstrecken sich trockene Laubwälder, in denen knorrige Äste wie Skulpturen wirken, daneben Savannen mit hohem Gras und gewaltigen Affenbrotbäumen, deren Stämme wie Naturkathedralen in den Himmel ragen. In den feuchteren Bereichen gedeihen Reisfelder und Sümpfe, deren spiegelglatte Oberflächen das Licht in unzähligen Schattierungen zurückwerfen.

    Ein weiteres Geheimnis des Parks liegt im Untergrund: weitverzweigte Höhlensysteme, in denen das Wasser kunstvolle Stalaktiten und Stalagmiten geformt hat. Manche dieser Höhlen sind nur mit erfahrenen Führern erreichbar und wirken wie verborgene Säle einer uralten Welt.

    Namoroka verlangt Aufmerksamkeit, Geduld und den Willen, sich auf eine Landschaft einzulassen, die ebenso rau wie wunderschön ist. Hier, wo scharfer Stein und weiches Moos, uralte Bäume und glitzerndes Wasser aufeinandertreffen, erlebt man Madagaskar von einer Seite, die vielen verborgen bleibt. Wer einmal zwischen den grauen Zinnen der Tsingy gestanden und den Blick über die goldene Savanne schweifen lassen hat, wird diese Eindrücke nie vergessen.

    Beste Besuchszeit

    Die beste Zeit für eine Reise nach Namoroka ist zwischen April und Oktober, wenn die langen Trockenmonate den Zugang erleichtern. In dieser Zeit sind die Temperaturen immer noch hoch, doch die Wege durch die Tsingy und Wälder besser passierbar. Die Tierwelt ist in dieser Phase besonders aktiv.

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